24. April 2026
Michael Gaisbacher
Pack umi he
Jetzt ist es also wieder eng geworden und statt des Sahnehäubchen-Ausflugs mit Option auf EC-Quali wird aus diesem Ausflug eine präexistenzielle Frage.
Verlieren wir, sind wir im Infight um den Klassenerhalt. Spielen wir X, bleiben wir in der Business Class des Fegefeuers. Gewinnen wir, können wir mit moderatem Puls den beiden Heimspielen entgegenblicken, um keinen Showdown in Linz erleben zu müssen.
So und nicht anders ist es. Dazu kommt die Erinnerung an das letzte Heimspiel im Februar: ein grausliches 2:2 gegen früh dezimierte Wolfsberger, die wir eigentlich schon im Reindl gehabt hätten.
Anyway – die emotionale Berg- und Talfahrt geht weiter. Warum also nicht auch physisch aufi auf die Pack und obi ins Lavanttal (he).
Also denn:
Unsere Mannschaft:
Neben den Langzeitverletzten wird auch Maderner nicht einsatzfähig sein, und um Jacob Italiano rankt sich noch ein Fragezeichen. Leider kann man da nichts Genaueres sagen, nur so viel: Es ist die Wade, die zwickt, und nicht irgendeine Befindlichkeit, wie in üblich misanthropischen Zirkeln vermutet. Fragezeichen heißt übrigens nicht „sicher nicht“, sondern eben: fraglich! Sicher dabei ist Schriebl, seine Sperre ist abgesessen.
Die Wolfsberger:
Irgendwie schwierig. Eine Talfahrt wie diese kann lähmen, aber auch pushen. Die Truppe hat so viel individuelle Qualität, dass jederzeit einzelne Spieler den Knoten lösen können. Aber der Rückfall auf den letzten Tabellenplatz wiegt schon schwer auf der Spielerpsyche. Zudem hat man jetzt drei Spiele lang kein Tor mehr erzielt. Bis auf René Renner kann Neo-Trainer Silberberger übrigens aus dem Vollen schöpfen.
Unser Rückhalt:
Unsere Fans und Mitglieder werden unsere Jungs sicher wieder zahlreich begleiten, wenngleich der „Gästekäfig“ in Wolfsberg auch dem lautesten Anhang einiges an Power und Unmittelbarkeit aufs Feld nimmt. Die Stimmung im Anhang ist noch nicht Titanic, aber jene, die an der Unsinkbarkeit des Schiffes aufgrund der drei Auftaktsiege Zweifel haben, sind mehr geworden. Man ist alarmiert – umso mehr, als die „blöden Tore“ im letzten Spiel zurückgekehrt sind und in den Runden davor auch wieder „blöde Karten“ aufgetaucht sind.
Das Spiel:
Wird am Samstag um 17:00 Uhr von Alain Sadikovski angepfiffen. Der VAR ist Josef Gspurny.
Foto © Clarissa Berner