27. April 2026
Michael Gaisbacher
UFFFZA
UFFZA ist das lautmalerische Wort, wenn Batman von einem Superschurken in der Gegend der Leibesmitte getroffen und wie ein U-Hakerl in die Umlaufbahn der Erde geschossen wird.
So etwas Ähnliches glaube ich, über der Szene schwebend, gesehen zu haben, als in der 84. Minute der Kopfball von WAC-Spieler Pink ohne besonders starken Druck dahinter aufspringt und für Torhüter Stolz schwer erreichbar – gefühlt in Zeitlupe – ins Netz geht. Dabei blockierte Stolz auch noch Vraa, der danebenstehend vielleicht noch hätte ausputzen können.
UFFZA!
Natürlich könnte man jetzt noch ausführen, dass zuvor der Assistgeber Wohlmuth unseren Ramiz Harakate mit unvorstellbarer Brutalität mit der Schulter ausgenockt hatte und bei einem anderen Schiri vielleicht gar nicht mehr auf dem Platz gestanden hätte. Natürlich kann man einige gut ausgeführte Angriffe unserer Jungs erwähnen und vielleicht auch, dass die Wolfsberger eigentlich wenig Zwingendes auf den Platz gebracht hatten.
Aber es bleibt dabei, dass wir einen vermeintlich in Agonie liegenden Gegner im Abstiegskampf zum Leben erweckt haben, diesem das erste Tor seit über 400 Minuten ermöglichten und den ersten vollen Erfolg seit Wochen. Es bleibt dabei, dass wir uns vom fulminanten Start ins UPO in wenigen Runden ins Jammertal gekickt haben, ohne dass man einzelne Ursachen der Talfahrt ausmachen könnte.
Wenn man UFFZA vor seinem geistigen Auge stehen hat, dann sagt man besser gar nichts mehr, sondern verordnet sich eine kurze Wahrnehmungspause und motiviert sich, die Chance der nächsten drei Wochen über die Gefahren zu stellen.
Die Chancen sind da, wir haben es nach wie vor in der eigenen Hand, und Loyalität und Treue beweisen sich in der Krise, nicht im Hoch.
Auch wenn es nicht läuft: WE ARE GAK (und WE ALL umfasst sicher keine sich selbst inszenierenden Becher- oder Schneeballwerfer).
Bilder © Clarissa Berner