26. Juli 2026
Mike Markart
Der klare Blick aufs Wesentliche
Die Sommerpause ist zu Ende und bekanntermaßen eröffnet die erste Cup-Runde jede neue Meisterschaftssaison. Endlich wieder Fußball. Endlich haben wir wieder den klaren Blick aufs Wesentliche. Die erste Cup-Runde ist also etwas Gutes. Eigentlich. Allerdings haben wir in den vielen Jahren gelernt, dass man – als Verein einer höheren Liga – gelegentlich auch zu den großen Überraschungen, den sogenannten Cup-Sensationen gehören kann. Die davon handeln, dass der „KLEINE“ den „GROSSEN“ aus dem Bewerb schmeißt. Darauf will sich der GAK 1902 aber gar nicht einlassen, macht von Beginn an Druck und überlässt dem Gegner wenig Raum. In den ersten 15 Minuten deutet Neuzugang Tim Trummer zweimal seine Gefährlichkeit an und bereitet stark vor. Mark Grosse und Alexander Hofleitner scheitern aber an starken Paraden des Donaufelder Tormanns Habetler. Peter Michorl verzieht einmal knapp.
Danach neutralisiert sich das Geschehen auf dem Feld ein wenig. So geht es auch nach der Trinkpause ausgeglichen dahin. Aber hinein in dieses Szenario spielen die Wiener einen flotten Konter und der Ball zappelt im Grazer Netz. Bei den Wienern kommt allerdings keine große Freude auf, denn alle wissen: Das war abseits.
Durch dieses Ereignis werden die Roten jedoch noch einmal munter. Sprinten in die Zielgerade der ersten Halbzeit hinein. Der ständig präsente Tim Trummer tankt sich in der 43. Minute durch und versenkt die Kugel mit einem satten Schuss im langen Eck. Statt zu jubeln sinkt er jedoch nieder. Deutet an: Vorbei. Ich muss raus. Das trübt die Freude über den Treffer. Auch nachhaltig über das Spielende hinaus. Eine Muskelverletzung wird womöglich eine längere Pause für Tim Trummer nach sich ziehen.
Die zweite Halbzeit beginnt ganz nach dem Geschmack des GAK. In der 48. Minute setzt Christian Lichtenberger eine perfekte Flanke genau auf den Kopf des Riesen Alexander Hofleitner. Gegen den präzise in die rechte Kreuzecke genickten Ball kann auch der starke Wiener Tormann Habetler nichts mehr ausrichten.
Der GAK überlässt dem SR Donaufeld nun einige Räume. Es ergeben sich aber weder auf der einen noch auf der anderen Seite nennenswerte Chancen. Es geht in die Trinkpause und aus dieser wieder hinaus auf den Platz. Die Zeit vergeht gefällig, aber unspektakulär.
In der 79. Minute bringt ein Tausch des GAK noch einmal Spannung ins Spiel, denn gleich drei Neuzugänge kommen aufs Feld: Anderson (Dos Santos Gomes), Ismael Guerti und Anthony Kevin Smits.
Für die endgültige Entscheidung sorgt aber Leon Klassen in der 82. Minute mit einem gezirkelten Weitschuss aus der zweiten Reihe. Den können wir getrost unter „Traumtor“ in unserer Erinnerung ablegen.
In der 90. Minute macht Peter Michorl zur Abrundung dieses gelungenen Fußballabends etwas, das er seinem Onkel Josef, dem Trainer von Donaufeld gern erspart hätte. Er knallt das Leder von der Strafraumgrenze wuchtig und unhaltbar ins Netz. 4:0.
Ein hübscher Einstieg ins Cupgeschehen der Saison 2026/27.
Mit einem allerdings sehr bitteren Beigeschmack durch die Verletzung von Tim Trummer. Eine MRT wird Klarheit über den Grad seiner Verletzung bringen. Alles Gute, Tim.