13. September 2026
Mike Markart
Auftrag erfüllt: Das Ziel ist das Ziel!
Ein Tag, an dem es ein Spiel gibt, folgt sehr einfachen Gesetzen. Eines davon lautet: Gewinnt man, ist es ein guter Tag. So einfach kann es also sein. Der GAK 1902 hat den Auftrag, den ich in meinem Vorbericht ausgegeben hatte, konsequent erfüllt. Dieser hatte gelautet: „Das Ziel ist das Ziel.“
Dabei hatten die Roten am Spieltag einige Ausfälle zu verkraften, Leon Klassen und Jacob Italiano waren plötzlich erkrankt. Auch Ismael Guerti musste wegen einer Verletzung passen. Der Trainer sprach von einer Rumpftruppe, die er aufs Feld zu schicken hat. Um sofort klarzustellen, dass genau diese Truppe die Vision in sich trägt, die 3 Punkte einzupacken und diese mit dem Bus nach Graz zu transportieren. Man muss sich vorstellen: Das ist fast wo weit wie nach Florenz.
Die Mannschaft übernahm mit dem Ankick auch sofort das Kommando auf dem Platz, drückte gegen den Altacher Strafraum an, um nach gerade einmal 6 Minuten durch Vorarbeit von Peter Michorl und einem Kopfball von Yannick Oberleitner 1:0 in Führung zu gehen.
In die darauffolgende Phase neutralisierten Geschehens kam es in der 26. Minute zu einer kleinen Unachtsamkeit der Grazer Hintermannschaft, welche allerdings große Wirkung nach sich zog: Massombo, der sich im vorangegangenen Ligaspiel der Altacher noch geweigert hatte, die Reise zum Gegner überhaupt anzutreten, hatte sich ziemlich geschickt hinter der GAK Verteidigung platziert. Der Einwurf war natürlich kein Abseits und der Spieler knallte den Ball durchaus sehenswert ins kurze Kreuzeck.
Also 1:1.
Das war nicht nötig. Rückgängig machen ließ sich das Tor aber auch nicht mehr, schließlich war selbst mir als GAK Fans klar, dass es nichts gegeben hatte, worum der VAR sich hätte kümmern können. Nun musste der GAK 1902 sich erst von diesem unnötigen Ausgleich erholen, während die Altacher an der Ballbesitz Statistik arbeiteten. Die schaut ja immer gut aus. Bringt aber nichts, wenn sich daraus keine Chancen ergeben. In die recht unspektakulär in Richtung Pausenpfiff marschierende Spielzeit hinein bediente Liam Hermesh in der 37. Minute, vollkommen gegen die Erwartungen der dementsprechend erstaunten Altacher, Alexander Hofleitner im Strafraum. Ballannahme, Drehung, Schuss. Der Altacher Tormann hatte dieser perfekten Abfolge nichts entgegen zu setzen. Er griff erst später wieder ins Spiel ein, um den Ball aus den Maschen zu holen. Mit dieser 2:1 Führung für die Roten in ihren blauen Auswärtsdressen ging es in die Kabine.
In der 57. Minute gab es zwei Wechsel beim GAK 1902. Mark Grosse kam für Daniel Maderner. Und Matthias Gragger ersetzte Liam Hermesh. Jetzt war die Partie arm an Highlights. Ein Umstand, welcher der führenden Mannschaft naturgemäß ziemlich egal ist. Eigentlich ganz im Gegenteil. In der 71. Minute kam Anthony Kevin Smits nach seiner Verletzungspause wieder zum Einsatz. Christian Lichtenberger verließ den Platz. Es passierte weiterhin wenig. Aber die Altacher hatten der verrinnenden Zeit weit mehr nachzutrauern als der GAK 1902. Aber dieser spielte die Zeit clever und entspannt von der Uhr. Obwohl auch für die Roten sehr viel auf dem Spiel stand. In der 78. Minute lief Petar Markovic für Christopher Brian Cvetko auf den Rasen.
Ich weiß jetzt gar nicht, welche Spielsituationen ich aufschreiben soll. Die Zeit verging einfach. Ich mag es, wenn es im Fußball keine Situationen gibt, die meine Gesundheit gefährden könnten. Der GAK 1902 riskierte in diesen letzten Minuten eigentlich nichts und die Altacher schafften keinen einzigen gefährlichen Vorstoß. Alexander Hofleitner bekam in der 90. Minute die gelbe Karte. Allerdings kann ich mich nicht erinnern, wofür. Ich war jetzt, so kurz vor dem Schlusspfiff einfach zu aufgeregt. Und nach 95. Minuten war es endlich soweit.
Der Schiedsrichter pfiff, kassierte den Ball ein und schickte den GAK 1902 zu seinen Fans, um die erarbeiteten drei Punkte anständig zu feiern.