4. Mai 2026
Mike Markart
Grosse Fussballshow
Ich habe nicht gut geschlafen in den Nächten vor diesem wichtigen Spiel.
Nach dem Sieg gegen BWL hatte ich mich eher im Gedanken, dass wir mit 9 Punkten Vorsprung durch sind, entspannt zurückgelehnt.
Dann ist es allerdings anders gekommen. Natürlich – wie man als lebenslanger GAK-Fan zu sagen geneigt ist. Wir sind nun mal kein Verein fürs einfache Leben.
Vor dem Spiel ging ich mit meinem Enkel Jamie ins Freibad. Dieses war frisch eingelassen und mit gefühlten 15 Grad doch sehr erfrischend. Jamie sagte, das war sicher das Schlimmste, was uns heute passieren kann. Dann lachten wir beide. Denn um 17 hatten wir einen Stadiontermin.
Der GAK startete motiviert ins Spiel, aber die Tiroler hatten in den ersten 20 Minuten die besseren Chancen. Einige Male brannte der sprichwörtliche Hut. Franz Stolz war gefordert und dass der Riese Pines ein wahrer Fels in der Brandung sein würde, war bald klar.
Ich schweifte jetzt mit meinen Gedanken ein wenig ab: Auf Zigarettenpackungen, auf Flaschen mit alkoholischen Getränken sind entsprechende Warnungen angebracht. Auf Bahnhöfen kommen in kurzen Abständen Durchsagen, man dürfe die gelbe Linie in Richtung der Geleise keinesfalls übertreten. Und ins Stadion darf man einfach so? Seltsam!
Bald gingen den Spielern der WSG aber die Ideen aus, der GAK hatte sich auf den Mechanismus eingestellt und fand nun Räume für seine eigenen Ideen.
Und die waren um einiges besser.
Italiano nahm sich in der 32. Minute Schriebls perfekten Steilpass, zog mit souveränem Haken am Tiroler Tormann Stejskal vorbei und stellte auf 1:0.
Die WSG probierte sofort, darauf zu antworten. Aber die GAK Abwehr hatte zu alter Form gefunden und behielt in dieser Phase routiniert die Übersicht.
Im Gegenzug erzwang Harakaté ein gewitztes Doppelpass Spiel mit einem Tiroler, der für Grosse ideal zur Mitte ablegte. Dieser suchte sich das linke obere Eck des Kastens aus. Eine gute Entscheidung. 2:0 in der 42. Minute.
Ich erspare mir jetzt beim Schreiben des Artikels ein naheliegendes, aber zwangsläufig simples Wortspiel zu Grosse und entlasse die Jungs in die wohlverdiente Pause.
Die zweite Halbzeit startete ohne größere Ereignisse. Wenn man führt, ist es nicht schlecht, wenn die Zeit einfach vergeht. Der GAK hatte jetzt alles merklich im Griff. Und dann kam der nächste punktgenaue Spielzug: Lichtenberger spielte Grosse exakt an und dieser machte es zum zweiten Mal an diesem Tag einfach „großartig“ und verwertete ins kurze Eck. Die Abseitsentscheidung des Linienrichters hob der VAR nach längerer Überprüfung auf. 3:0 in der 55. Minute.
In der 70. Minute hatte dann wieder Grosse seine Beine im Spiel. Er legte herrlich in den Lauf von Lichtenberger, der die Kugel überlegt zum Endstand von 4:0 im langen Eck unterbrachte.
Auf dem Weg nach Hause sagte Jamie: Siehst du, Opa, das eiskalte Wasser im Freibad war doch das Schlimmste des heutigen Tages. Wie schön, dass er recht hatte!
Nächsten Samstag machen wir das wieder so.
Rosso!