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13. April 2026

Clarissa Berner

SCR Atach
VS
Grazer AK
|
1:0

Kein Glück im Ländle

Am Samstag ging es für unseren GAK nach Altach. In der vierten Playoff-Runde war das Glück nicht auf unserer Seite: Der GAK 1902 musste mit einer 1:0-Niederlage in der Tasche nach Hause fahren.

Fehlen an Genauigkeit

Die ersten drei Spiele im unteren Playoff konnten wir gewinnen, dementsprechend hoch war die Erwartungshaltung. Es ist 17 Uhr. Ankick! 4.760 Besucher sind ins Stadion Schnabelholz gekommen und lassen sich das Match bei strahlendem Himmel nicht entgehen. Der GAK spielt im blauen Ausweichtrikot, unsere Gegner in weiß. Im Vergleich zu den letzten Spielen starten wir mit einer etwas anderen Aufstellung in das Match: Mark Grosse steht von Beginn an auf dem Platz, Alexander Hofleitner kommt erst später ins Spiel und Daniel Maderner fällt aufgrund einer Muskelverletzung komplett aus.
In den ersten Minuten schaut es nicht einmal so schlecht für unsere Roten aus. Wir drängen die Gastgeber in die eigene Hälfte zurück. Bereits in der 10. Minute hätte es zum Führungstreffer kommen können: Ramiz Harakaté bekommt im Mittelfeld den Ball, zieht im Alleingang Richtung Tor und setzt einen satten Flachschuss aufs rechte Eck ab, den der Altach-Tormann Dejan Stojanović nur mit Mühe parieren kann. Danach gab es noch zwei gute Aktionen für die Altacher: Srđan Hrstić (15.) und Yann Massombo (18.) verfehlten das lange Eck.
Danach passiert nicht mehr viel. Der Großteil der Aktionen spielt sich zwischen den Strafräumen beider Mannschaften ab – sie neutralisieren sich weitgehend. Wenn es im Strafraum der Altacher dann doch zu Aktionen kommt, fehlt es dem GAK an Genauigkeit. Man merkt, dass Harakaté zentrale Spielpartner fehlen: Hofleitner und Maderner leisten hier üblicherweise gute Arbeit. So geht es mit einem torlosen 0:0 in die Pause.

Glück lag bei Altach

Die zweite Halbzeit wirkt deutlich energiegeladener als die ersten 45 Minuten. Altach startet etwas stärker in die Partie und übt deutlich mehr Druck auf uns aus. In der 48. Minute bekommen die Vorarlberger gleich ihre erste Chance: Patrick Greil flankt auf Marlon Mustapha, der den Querpass jedoch nicht verwerten kann. Die zweite Halbzeit erinnert an jene gegen Blau-Weiß Linz. Der GAK wirkt phasenweise geschwächt, findet nur schwer ins Spiel und lässt den Gegner dadurch unnötig stärker werden.
Nun der erste Wechsel bei unserer Mannschaft: Hofleitner kommt für Grosse. Drei Minuten später folgt die erste Chance für den GAK: Stojanović wehrt Thorsten Schriebls Freistoß gerade noch ab. Ecke! Es folgt ein Flachschuss aus spitzem Winkel von Jacob Italiano. Auch hier steht Stojanović wieder bereit. Die Kugel will heute einfach nicht ins Tor.
Bis jetzt sieht es so aus, als würde es heute keinen Sieger und keinen Verlierer geben. Doch dann passiert es: Eine Flanke erreicht Greil, der den Ball im leeren Strafraum nur noch verwerten muss. Die Altacher führen 1:0. Wir erhöhen den Druck. In der 85. Minute setzt Harakaté den Ball aus spitzem Winkel an die Latte. Das wär’s gewesen! Danach passiert nicht mehr viel. Beide Mannschaften trennen sich mit einem 1:0. Ein Unentschieden wäre wohl für beide Seiten gerecht gewesen.
Ähnlich sieht es Cheftrainer Ferdinand Feldhofer: „Es war nicht unsere beste Leistung, aber weit weg von schlecht. Wir haben 1:0 verloren, wo eigentlich jeder sagt, ein faires Unentschieden. Wir haben auswärts gespielt, wir haben sicher nicht unseren besten Tag gehabt. Es gilt jetzt, weiterzumachen. Wir haben gewusst, dass es hier schwierig wird, einen Dreier zu machen beziehungsweise einen Punkt mitzunehmen.“

Abschließend lässt sich sagen: Dass die Siegesserie irgendwann zu Ende gehen würde, war absehbar. Auch nach unseren Dreierpacks in der Vergangenheit folgten immer wieder Niederlagen. Jetzt gilt es, Ruhe zu bewahren und gegen Ried mit vereinten Kräften in alter Stärke aufzutreten.

GALERIE

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Unsere Aufgabe ist es die Spiele und Vorgänge rund um unseren Grazer AK durch die Fanbrille zu kommentieren.

Diese Brille kann mal rosarot sein, manchmal grau umwölkt, aber sicher nie tiefschwarz, kuhlila oder giftgrün. 
Immer frei von Kalkül und partiellen Interessen. 

Das ist auch der Grund, warum wir mit nun in Abstimmung mit dem Verein GAK 1902 eine eigene Plattform bespielen. Der Verein ist in der Bundesliga angekommen, die Professionalisierung in allen Bereichen macht auch nicht Halt vor der Vereinskommunikation und bevor Marketing, Sponsoring und Sportpsychologie die Inhalte dieser, unserer Berichte, beeinflussen, trennen wir lieber unsere Sicht der Dinge von den offiziellen Mitteilungen und Äußerungen des Vereins.

In Frieden und gut abgestimmt. Während der Verein sich auf faktenbasierte, technische, eher neutral gehaltene Spielberichte konzentriert, fahren wir fort, mal mit Herzblut, mal mit Galle, aber mit Blutdruck und Emotion zu schreiben.

Wir bemühen uns, Liebe und Hinwendung zum GAK und zum Phänomen Fußball einfließen zu lassen, jedoch auch einmal zu sagen, was das Fanherz loswerden muss und was vielleicht nicht immer jeder an jeder Position hören möchte.

Wir freuen uns, euch weiterhin informieren, unterhalten und zum Teil auch provozieren zu dürfen – denn einer der wunderbaren Aspekte des Fußballs ist das Kaleidoskop der Wahrnehmungen, Urteile und Äußerungen zu ein und der selben Begebenheit.

WE ALL ARE GAK! Auf die Roten!